TMS erklärt

Was ist der TMS?

Was der Test prüft, wie der Testtag aufgebaut ist und welche Bedeutung das Ergebnis für die Bewerbung auf einen Medizinstudienplatz hat.

Der Test auf einen Blick
TMS
8 Untertests · 2 Testdurchgänge pro Jahr
Kurz erklärt

TMS steht für „Test für medizinische Studiengänge“. Er ist ein freiwilliger, fachspezifischer Studierfähigkeitstest. Geprüft werden unter anderem Textverständnis, räumliches Denken, Merkfähigkeit, der Umgang mit Zahlen und die genaue Wahrnehmung.

Medizinisches Fachwissen wird nicht vorausgesetzt. Das Ergebnis kann bei der Bewerbung für Human-, Zahn- und Tiermedizin sowie einzelne weitere Studiengänge berücksichtigt werden.

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Was prüft der TMS?

Der TMS soll erfassen, wie gut Bewerbende mit Anforderungen umgehen, die im Medizinstudium häufig vorkommen. Dazu gehören längere Texte, Tabellen, Diagramme, räumliche Darstellungen, Größen, Einheiten und Formeln. Weitere Aufgaben prüfen visuelle Genauigkeit und Merkfähigkeit.

Es geht nicht darum, Wissen aus Biologie, Chemie oder Medizin abzufragen. Bei fachbezogenen Aufgaben stehen alle benötigten Informationen im Aufgabentext. Entscheidend ist, diese Informationen unter Zeitdruck richtig zu erfassen und daraus Schlüsse zu ziehen.

Wichtig

Der TMS prüft studienrelevante Fähigkeiten, nicht die spätere Eignung für den ärztlichen Beruf.

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Wer kann am TMS teilnehmen?

Zur Erstteilnahme berechtigt sind Deutsche und ihnen gleichgestellte Personen, die eine Hochschulzugangsberechtigung besitzen oder sie im laufenden beziehungsweise folgenden Schuljahr erwerben. Minderjährige benötigen am Testtag die Einverständniserklärung ihrer gesetzlichen Vertretung.

Die TMS-Koordinationsstelle empfiehlt, den Test möglichst nah am Abitur abzulegen. Wer eine nichtdeutsche Hochschulzugangsberechtigung besitzt und aus einem Nicht-EU-Staat kommt, bewirbt sich in einer eigenen Quote; für diese Bewerbungen ist der TMS in der Regel nicht relevant.

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Wie läuft der Test ab?

Vor der Pause werden vier Untertests bearbeitet. Nach der einstündigen Pause folgen die Einprägephasen von „Figuren lernen“ und „Fakten lernen“, anschließend Textverständnis, die Reproduktionsphasen der beiden Merkfähigkeitstests sowie „Diagramme und Tabellen“.

Vor der PauseMuster, Mednat, Schlauch, Quanti165 Minuten
PauseUnterbrechung60 Minuten
Nach der PauseFiguren, Fakten, Textverständnis, DiaTab142 Minuten

Die reine Bearbeitungszeit beträgt damit 307 Minuten. Anmeldung, Einlass, Belehrungen und das Austeilen der Unterlagen kommen hinzu. Der TMS nimmt deshalb einen ganzen Tag in Anspruch.

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Die acht Untertests

Die Untertests prüfen unterschiedliche Fähigkeiten. Die Angaben zu Aufgabenanzahl und Bearbeitungszeit entsprechen der veröffentlichten Übersicht der TMS-Koordinationsstelle.

01Muster zuordnenvisuelle Wahrnehmung24 Aufgaben · 30 Minuten
02Medizinisch-naturwissenschaftliches GrundverständnisSchlussfolgern in medizinisch-naturwissenschaftlichen Kontexten24 Aufgaben · 60 Minuten
03Schlauchfigurenräumliches Vorstellungsvermögen24 Aufgaben · 15 Minuten
04Quantitative und formale ProblemeZahlen, Größen, Einheiten und Formeln24 Aufgaben · 60 Minuten
05Figuren lernenMerkfähigkeit für grafisches Material4 Min. lernen · 20 Aufgaben: 5 Min.
06Fakten lernenMerkfähigkeit für verbales Material6 Min. lernen · 20 Aufgaben: 7 Min.
07TextverständnisInformationen aus längeren Texten24 Aufgaben · 60 Minuten
08Diagramme und TabellenInformationen aus Diagrammen und Tabellen24 Aufgaben · 60 Minuten
Alle Einführungen und Strategien

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Welche Rolle spielt der TMS bei der Studienplatzvergabe?

Viele Hochschulen verwenden das TMS-Ergebnis in der Zusätzlichen Eignungsquote (ZEQ), im Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) oder in beiden Quoten. Wie stark der Test zählt, legt jede Hochschule selbst fest. Eine bundesweit einheitliche Gewichtung gibt es nicht.

Die Teilnahme ist freiwillig. Nach Angaben der offiziellen TMS-Stelle kann ein schlechtes Ergebnis die Chancen gegenüber einer Person ohne TMS nicht verschlechtern. Ein gutes Ergebnis kann die eigene Position in der Rangliste dagegen deutlich verbessern.

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Studiengang wählen

Human-, Zahn- oder Tiermedizin getrennt betrachten.

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Hochschulen prüfen

ZEQ, AdH und die jeweilige Gewichtung vergleichen.

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Bewerbungsjahr beachten

Es gelten die Satzungen des aktuellen Verfahrens.

In der Abiturbestenquote und in bestimmten Vorabquoten spielt der TMS keine Rolle. Verbindlich sind die Auswahlsatzungen der jeweiligen Hochschule und die Angaben von Hochschulstart.

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Wie bereitet man sich auf den TMS vor?

Vorbereitung bedeutet vor allem, die acht Formate zu kennen und mit der knappen Bearbeitungszeit umgehen zu können.

  1. 1
    Offizielle Beispielaufgaben bearbeiten

    Regeln und Lösungswege jedes Untertests kennenlernen.

  2. 2
    Erst ohne, dann mit Zeitlimit üben

    Zunächst sauber lösen, danach das Tempo erhöhen.

  3. 3
    Fehler nach Ursache sortieren

    Verständnis, Strategie, Rechnung, Flüchtigkeit und Zeitprobleme getrennt betrachten.

  4. 4
    Längere Testblöcke simulieren

    Konzentration, Pausen und gleichmäßiges Arbeiten trainieren.

Eine feste ideale Vorbereitungsdauer gibt es nicht. Entscheidend ist nicht nur die Menge, sondern ob alle relevanten Untertests vorkommen und Fehler ausgewertet werden. Ein kostenpflichtiger Vorbereitungskurs ist keine Voraussetzung; die offiziellen Materialien sind ein sinnvoller Ausgangspunkt.

TMS-Vorbereitung Schritt für Schritt

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Termine und Anmeldung

Der TMS findet zweimal pro Jahr als Frühjahrs- und Herbst-TMS statt. Pro Durchgang werden zwei Testtermine angeboten. Die Anmeldung erfolgt mehrere Monate vorher und ist nur innerhalb der festgelegten Frist möglich.

Der letzte TMS in seiner bisherigen Form ist für den 7. und 8. November 2026 vorgesehen. Ab Frühjahr 2027 soll der neue TMSNat TMS und HAM-Nat ablösen.

Alle Angaben zum TMS 2026Termine, Anmeldephasen, Kosten und Ablauf am TesttagWas sich durch den TMSNat ändertGeplanter Aufbau, neue Inhalte und Übergangsregeln ab 2027

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Häufige Fragen zum TMS

Brauche ich medizinisches Vorwissen?

Nein. Der TMS prüft kein medizinisches Fachwissen. Alle Informationen, die für medizinisch-naturwissenschaftliche Aufgaben benötigt werden, stehen in der jeweiligen Aufgabe. Bei quantitativen Aufgaben werden mathematische Grundlagen wie Prozentrechnung, Einheiten und einfache Formeln vorausgesetzt.

Ist der TMS verpflichtend?

Nein. Die Teilnahme ist freiwillig. Ein gutes Ergebnis kann die Position im Auswahlverfahren der Hochschulen oder in der Zusätzlichen Eignungsquote verbessern.

Kann ein schlechtes Ergebnis meine Chancen verschlechtern?

Nein. Ohne TMS können sich Bewerbende mit einem guten Testergebnis in der Rangfolge jedoch vor dir platzieren.

Kann ich den TMS wiederholen?

Der TMS in seiner bisherigen Form darf einmal wiederholt werden. Die Anmeldung zur Wiederholung muss innerhalb von zwölf Monaten nach der ersten Teilnahme erfolgen. Ab 2027 ist der neue TMSNat geplant, der beliebig oft wiederholt werden können soll.

Wie lange dauert der TMS?

Die Bearbeitungszeit liegt bei insgesamt 5 Stunden und 7 Minuten. Dazu kommen eine einstündige Pause sowie organisatorische Zeiten vor, zwischen und nach den Testabschnitten. Für den Testtag sollte deshalb ein ganzer Tag von 9 - 17 Uhr eingeplant werden.